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Zukunft des Bobenheimer Bolzplatzes

Zukunft des Bobenheimer Bolzplatzes

FWG benennt Mitglieder für fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe

Wie bereits berichtet, hat die FWG-Fraktion in der Sitzung des Gemeinderates am 15.1.2020 erneut herausgestellt, dass der derzeitige Zustand des Bobenheimer Bolzplatzes aus ihrer Sicht vollkommen inakzeptabel ist. Dessen Erneuerung steht seit dem Neubeginn der FWG ganz oben auf ihrer Agenda. Ziel der FWG ist es, der Bobenheimer Jugend zukünftig eine attraktive Sportstätte anzubieten. Dazu wurde bereits ein Teil des Reinerlöses des letztjährigen FWG-Zwiebelkuchenfestes zur Verfügung gestellt.

Wie soll die Zukunft des Bolzplatzes aber genau aussehen? Damit beschäftigt sich fortan eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe. Seitens der FWG wurden Dr. Peter Barghoorn, Thomas Fickeisen und Dirk Werner als Mitglieder benannt. Der Startschuss fällt am 24.2.2020. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Alternativen zu erarbeiten, wie aus dem Bolzplatz wieder eine funktionsfähige und zugleich attraktive Sportanlage gemacht werden kann. Und dabei geht es nicht nur um die inhaltliche Ausgestaltung (z.B. Fußballplatz vs. Multifunktionsanlage für Fußball/Basketball/Volleyball etc.). Vielmehr muss man sich auch die Frage nach den Investitionskosten und den laufenden Kosten stellen. Als besonders wichtig erachtet die FWG zudem, dass ein Nutzungskonzept erarbeitet wird. Wenn etwas für die Jugend im Ort getan werden soll, so müssen auch deren Interessen im Vordergrund stehen.

Warum das alles so wichtig ist, zeigt ein Blick auf die “Arena am Wasserwerk” in Carlsberg. Diese wurde am 21.1.2020 in einem Interview der Rheinpfalz mit Bürgermeister Herrn Leist (CDU) als ein mögliches Beispiel für den Bobenheimer Bolzplatz genannt. Hierzu muss man aber wissen, das diese Freilufthalle nicht von der Gemeinde Carlsberg gebaut und schon gar nicht von ihr oder dem dortigen Sportverein betrieben wird. Hinter dem Projekt steht eine private, wenn auch gemeinnützige Betreibergesellschaft, die für die Finanzierung der Investition sowie der laufenden Kosten aufkommt und die Arena am Wasserwerk an Sportvereine, Schulen, Freizeitkicker-rmannschaften in Carlsberg und Umgebung vermietet. Ein freier Zugang für die Carlsberger Jugendlichen oder gar ein Anspruch darauf besteht insofern nicht. Letztere können sich, und das funktioniert sogar bald online, einmieten, vorausgesetzt die Halle ist nicht anderweitig belegt.

Dennoch, und davon kann man sich auch gerne mal selbst überzeugen, bei der Carlsberger Arena handelt sich um ein tolles Geschäftsmodell eines Investors, das wirklich Beispielcharakter hat. Als bisherige Gesamtkosten wurde der FWG gegenüber der stolze Betrag von 490.000 € genannt. Nur ein kleiner Teil konnte durch das LEADER-Programm finanziert werden, den Löwenanteil hat der Betreiber selbst aufgebracht. Ob das nun auch für Bobenheim ein gangbarer Weg ist oder nicht, damit wird sich die Arbeitsgruppe beschäftigen. Angesichts des Schuldenstandes der Gemeinde Bobenheim am Berg, der am 31.12.19 bei 553.940 € lag, merkt man aber recht schnell, warum die FWG sich dafür stark macht, dass man eben nicht nur in Richtung der großen Lösung “Berg-Arena” denken darf. Was passiert, wenn man sich mit Sportstätten übernimmt, sieht man ja, wenn man z.B. in Richtung Kaiserlautern blickt…


Ein spannendes Projekt also!

Tristesse auf dem Bobenheimer Bolzplatz, Foto: FWG Bobenheim am Berg e.V.