67273 Bobenheim am Berg
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Projekt e-Ladestation

Projekt e-Ladestation

eLadestation für Bobenheim am Berg?
Die FWG Bobenheim am Berg e.V. stellt nochmals klar ihre Position heraus

Herzstück der Politik der FWG Bobenheim am Berg e.V. sind Zukunftsthemen. Themenfelder wie z.B. Jugendförderung, Leben im Alter, schnelles Internet, Infrastruktur, nachhaltige Dorfentwicklung bestimmen seit dem Neustart der FWG Anfang 2019 die politische Diskussion der Mitglieder. “Dies sind momentan die großen Agendapunkte, die uns beschäftigen, und es werden weitere dazukommen“, so die einhellige Position des FWGVorstandes. Dazu werden derzeit auch die erforderlichen Vereinsstrukturen geschaffen.

Was ist der Hintergrund des FWG-Vorschlags?

Um Bobenheim am Berg ein Stück zukunftsfähiger zu machen, muss man an vielen Ecken anpacken. Im Sinne eines kleinen Mosaiksteinchens auf dem Weg dorthin wurde Anfang des Jahres seitens der FWG der Vorschlag gemacht, im Ort eine Ladestelle für eFahrzeuge zu installieren. Denn die übergeordnete Diskussion, ob eMobilität kommt oder nicht, ist längst entschieden.

Auf Bundesebene sind sich CDU und SPD einig. Die Bundesregierung hat 2019 ein wegweisendes Maßnahmenpaket zur Förderung von eMobilität geschnürt: dazu gehören eine Kaufprämie für Elektroautos (Umweltbonus), der Ausbau der Ladeinfrastruktur und ein Beschaffungsprogramm für die öffentliche Hand.

Auf Landesebene sind es SPD, Die Grünen und die FDP, die in Sachen eMobilität Fakten schaffen. Umfangreiche Förderprogramme wurden in Rheinland-Pfalz auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Leitlinie für Elektromobilität in der Landesverwaltung beschleunigt die Landesregierung sogar die zügige Umrüstung des Fuhrparks der Landesverwaltung Rheinland-Pfalz hin zu mehr klimaverträglicher Mobilität und die Schaffung der dafür benötigten Infrastruktur.

Schließlich hat auch die Industrie reagiert. Deutsche Kraftfahrzeughersteller rüsten in atemberaubender Geschwindigkeit ihre Antriebskonzepte und ihre Produktpalette um. Neue Batteriewerke entstehen vor Ort, damit man nicht von Importen aus Asien abhängig ist. So wird Opel z.B. in Kaiserslautern, also um die Ecke, in Kürze Batterien für eFahrzeuge herstellen.

Und auch die chemische Industrie investiert Milliardenbeträge in neue, zukunftsfähige Batterietechnologien. All das schafft bzw. sichert auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen. Sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge sollen bis 2030 auf Deutschland’s Straßen unterwegs sein. So will es das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Als Hindernis für den flächendeckenden Einsatz von Elektrofahrzeugen gilt vor allem das Fehlen einer ausreichenden Ladeinfrastruktur. Daher sind Städte und Gemeinden aufgefordert, mitzumachen. Damit den Fahrzeugen auch außerhalb der Städte nicht der Saft ausgeht, gibt es in Rheinland-Pfalz spezielle Förderprogramme für den ländlichen Raum.

Nach Ansicht der FWG sollte sich Bobenheim am Berg dieser Entwicklung nicht verschließen, sondern nach vorne schauen und sich an der Schaffung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur in Rheinland-Pfalz beteiligen. Die umliegenden Ortschaften übernehmen hier bereits Verantwortung und haben mit Blick in die Zukunft schon eLadestationen installiert.

Wer soll’s nutzen?

Im Allgemeinen zunächst einmal jeder der durch den Ort fährt oder in der Nähe ist und dem der Saft auszugehen droht. Auf den Punkt gebracht: Bobenheim am Berg soll keine Endstation sein für eFahrzeuge, egal aus welcher Richtung sie kommen. Daneben soll die eLadestation natürlich Besuchern des Dorfes offen stehen. Nicht zu unterschätzen sind auch Feriengäste als Zielgruppe. Hat jemand ein Elektroauto wird er sich sicher eher eine Bleibe aussuchen, die eine Ladestation in der Nähe hat. Schließlich soll den Kunden von Gewerbetreibenden im Ort signalisiert werden, daß bei leerer Batterie in Bobenheim am Berg nicht Schluss ist.

Im Übrigen werden aufgrund der in Rheinland-Pfalz beschlossenen Umrüstung der Fahrzeugflotte der öffentlichen Hand zukünftig auch immer mehr Fahrzeuge der Verwaltung, der Polizei oder auch Fahrzeuge der Forstverwaltung mit eAntrieb bei uns unterwegs sein. Anders als in den Vorjahren sieht man vermehrt jetzt schon die ersten eFahrzeuge von Handwerkern oder z.B. von Sozial- und Pflegediensten im Ort.

Des Weiteren soll die eLadestelle natürlich auch den Bürgern im Ort zur Verfügung stehen. Wer sich nicht selbst eine Ladestation anschafft, findet hier eine Möglichkeit zur Aufladung. Gerade für Pendler eine unschätzbare Planungssicherheit.

Die Position der FWG ist deshalb klar: Wenn zukünftig jemand mit eAntrieb nach Bobenheim am Berg kommt, soll für ihn nicht Endstation sein. Er soll nicht zum Laden seiner Batterie nach Herxheim am Berg oder Dackenheim geschickt werden müssen!

Und was heißt das alles für Bobenheim am Berg?

Nachdem der Gemeinderat mit den Stimmen von FWG und SPD beschlossen hat, das Thema “E-Ladestation” für Bobenheim am Berg weiterzuverfolgen, hat FWG-Ratsmitglied, R. Dauth-Beierlein, Gespräche mit verschiedenen Anbietern geführt. Sehr interessant war dabei der Austausch mit einem jungen Mainzer Unternehmen, das sich mit innovativen und individuell konfigurierbaren Lademöglichkeiten beschäftigt.

Außerdem wurde auf Bitten der FWG hin von den Pfalzwerken ein Angebot für Bobenheim eingeholt für eine Ladestation mit einem, alternativ zwei Ladepunkten. Dabei würde es sich um die “kleine Lösung” handeln, für die Ausgaben zwischen ca. 4500€ bei 1Ladepunkt und ca. 7500€ bei 2Ladepunkten plus der Kosten für Tiefbauarbeiten und Kabelverlegung, anfallen würden. Damit lägen die Kosten weit unter denen für eine große Schnellladestation, die nach Ansicht der FWG für Bobenheim völlig überdimensioniert wäre.

Entgegen der bisherigen Informationen gibt es inzwischen wieder Förderprogramme zur Errichtung von E-Ladestationen. Die FWG – Ratsmitglieder, H.Beierlein und B. Eisenbarth, haben im Vorfeld der Sitzung vom 19.8.2020 an einem speziellen Webinar zu geeigneten Fördermitteln teilgenommen. Das für Bobenheim in Frage kommende Programm zielt auf die Errichtung öffentlicher Ladeinfrastruktur insbesondere auf Parkplätzen von Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Sportplätzen ab. Förderfähig sind Investitionskosten rund um die Hardware sowie Netzanschlusskosten für Normal – und Schnellladepunkte.

Ziel der FWG ist es, durch ein solches Förderprogramm sowie Spenden, eine Ladestation mit zunächst 1-Ladepunkt für Bobenheim am Berg zu realisieren, ohne den Gemeindehaushalt wesentlich zu belasten.