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FWG macht sich stark für schnelles Internet für Bobenheim am Berg

FWG macht sich stark für schnelles Internet für Bobenheim am Berg

Schnelles Internet für alle Bobenheimer Bürger ist eines der Kernanliegen der Freien Wähler Bobenheim am Berg e.V.. Bereits im Frühjahr 2020 hat die FWG-Fraktion dem Gemeinderat ein Diskussionspapier vorgelegt, in dem eine Vielzahl von Anregungen zur Schaffung einer zukunftsfähigen Internetversorgung im Ort beschrieben wurden.

Neuausrichtung der Infrastruktur: FWG befürwortet moderne Glasfaseranbindung

In Bobenheim am Berg ist man momentan auf das bestehende Kupferkabelnetz der Telekom angewiesen. Dieses lässt nur geringe, oftmals nicht stabile Übertragungsgeschwindigkeiten (bis maximal 250 Mbit) zu und ist in der heutigen Zeit eine veraltete Technologie. Dass die Telekom den Bürgern zukünftig „Super-Vectoring“ anbieten will, ist nach Ansicht der FWG zwar begrüßenswert. Gleichwohl stellt es nur einen Versuch dar, aus einer nicht mehr zeitgemäßen Kupferkabel-Infrastruktur das letzte Bit herauszukitzeln. Will man die Bürger indes an einer zeitgemäßen Versorgung teilhaben lassen, gibt es nach dem Dafürhalten der FWG nur eine Möglichkeit: Bobenheim am Berg muss jedem Haushalt den Zugang zu einem modernen 1 Gigabit-Glasfasernetz bieten.

Nun läuft ja auf Ebene des Landkreises Bad Dürkheim ein staatlich gefördertes Programm, in dessen Rahmen als „unterversorgt“ eingestufte Haushalte in den nächsten Jahren kostenlos Glasfaserleitungen ins Haus (FTTH) gelegt bekommen sollen. Leider reicht das für Bobenheim am Berg nach Ansicht der FWG aber nicht aus. Grund ist, dass nur 3% der Haushalte im Ort in diese Kategorie fallen. Im besten Fall besteht darüber hinaus nur für Eigentümer von Grundstücken, die unmittelbar an der Leitungstrasse liegen, die Chance, verkabelt zu werden. Die Forderung der FWG ist indes, dass alle Bobenheimer Bürgerinnen und Bürger kostenfrei an das 1 Gigabit-Breitbandnetz angeschlossen werden können, sofern sie dies möchten.

FWG schlägt privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Kooperation mit der Deutschen Glasfaser GmbH vor

In mehreren Sitzungen des Gemeindesrates hat die FWG-Fraktion die Problematik dargelegt und ihre Vorschläge vorgestellt. Ein erster Durchbruch wurde erreicht, als das Gremium im Juni 2020 zunächst die überparteiliche „Arbeitsgruppe Breitbandausbau Bobenheim am Berg“ einrichtete und in der darauffolgenden Oktobersitzung mit Bernd Eisenbarth einen Breitbandbeauftragten benannte.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde genommen, als sich die Deutsche Glasfaser GmbH (DGF) im Rahmen einer Präsentation im Rat im Oktober 2020 bereit erklärte, in Bobenheim am Berg als Partner für einen flächendeckenden Breitbandausbau zu fungieren. Konkret bieten die DGF-Vertreter der Gemeinde an, einen privatwirtschaftlichen Ausbau im Ort durchzuführen. Die Nachbargemeinden der VG Leinigerland sowie die Verbandsgemeinden Landau-Land und Bad Bergzabern haben die DGF mit dieser Aufgabe bereits betraut und jeder, der möchte, bekommt dort derzeit einen kostenlosen 1 Gigabit-Glasfaseranschluss ins Haus gelegt. Für Bobenheim am Berg könnte dies nach Ansicht der FWG die Lösung des Problems darstellen.

FWG stellt Antrag zum Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der DGF im Gemeinderat

Momentan sind die Fraktionen im Gemeinderat in der Entscheidungsphase. Die FWG hat einen Antrag ins Gremium eingebracht, im Rahmen einer Sondersitzung des Rates im Januar 2021 über den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der Deutschen Glasfaser GmbH zu entscheiden.

Selbstverständlich muss man, bevor man sich an einen Partner bindet, die Vertragskonditionen genau prüfen. Als Glückfalls könnte sich erweisen, dass Bobenheim am Berg beim momentanen Sachstand weitgehend das Kooperationsmodell übernehmen kann, dass die DGF bereits erfolgreich mit den Nachbargemeinden in der VG Leinigerland sowie mit den Verbandsgemeinden Landau-Land und Bad Bergzabern verwirklicht. Es wäre jedenfalls nach Ansicht der FWG ein gewaltiger Schritt in Richtung zukunftsfähige Internetanbindung in Bobenheim am Berg, wenn sich der Gemeinderat im Januar für einen privatwirtschaftlichen Breitbandausbau zusammen mit der DGF entscheiden würde.

Bobenheimer Bürger können nach Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit der DGF in Eigenverantwortung entscheiden, ob sie einen Glasfaseranschluss wollen

Für den Fall, dass man im Januar den gemeinsamen Weg mit der DGF beschließt, könnten umgehend die Planungen zur Umsetzung starten. Dazu gehört dann z.B., dass die DGF jeden einzelnen Bobenheimer Haushalt anspricht, ob tatsächlich ein kostenloser Breitbandanschluss ins Haus gelegt werden soll oder nicht. Hier gilt natürlich das Prinzip, wer möchte, kann mitmachen, wer nicht, der muss nicht.

Die DGF setzt für die Wirtschaftlichkeit eines privatwirtschaftlichen Ausbaus in einer Gemeinde eine Mindestschwelle von 40% der möglichen Anschlüsse an. Machen weniger mit, fehlt der DGF die kritische Masse und der Aufwand rechtfertigt sich nicht. Auch in Bobenheim am Berg würde es nach einem positivem Ratsvotum deshalb zunächst eine Nagelprobe geben müssen. Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich weniger als 40% der Bobenheimer Haushalte einen kostenlosen Glasfaseranschluss wünschen, dann wird es im Ort auch keinen privatwirtschaftlichen Ausbau durch die DGF geben. Ob so eine Möglichkeit dann später nochmals kommt, steht in Frage. Jedenfalls ist außer der DGF kein anderer Anbieter bekannt, der Bobenheim am Berg flächendeckend, zeitnah und zudem noch kostenlos mit Glasfaseranschlüssen versorgen würde.

Bobenheim am Berg, den 29. Dezember 2020